Für Kinder sparen: wie viel, wie und auf wessen Namen?

Stand: 28. September 2026

Kurz gesagt

Die Livito-Methode empfiehlt 100 Euro im Monat ab Geburt in einen ETF-Sparplan. Bei 5 Prozent Modellrendite sind das zum 18. Geburtstag rund 35.000 Euro. Das Depot läuft auf den Namen der Eltern, damit du flexibel bleibst. Der wichtigste Hebel ist nicht die Höhe, sondern der frühe Start.

Wo stehst du? Teil von Stufe 4: Altersvorsorge

Ausbildung, Studium, der Führerschein, die erste eigene Wohnung: Irgendwann kommen auf Eltern Kosten zu, die sich nicht aus dem laufenden Einkommen bezahlen lassen. Wer früh anfängt, braucht dafür erstaunlich wenig. Hier liest du, wie viel sinnvoll ist, wo das Geld hingehört und auf wessen Namen.

Warum sich Vorsorge lohnt

Eltern sind ihren Kindern gesetzlich zu Unterhalt verpflichtet, auch während einer ersten Ausbildung oder eines Studiums (§ 1610 Abs. 2 BGB). Zieht das Kind aus, liegt der Bedarf nach der Düsseldorfer Tabelle 2026 bei 990 Euro im Monat, abzüglich BAföG und eigenem Einkommen. Ein Studium kostet je nach Ort und Dauer zwischen etwa 36.000 und 75.000 Euro.

Diese Summen fallen plötzlich an, oft genau dann, wenn Eltern selbst mitten in ihrer eigenen Altersvorsorge stecken. Ein früh begonnenes Depot nimmt diesen Druck raus.

Wie viel: 100 Euro im Monat ab Geburt

StartMonatliche RateEinzahlungen bis 18Modellwert zum 18. Geburtstag
ab Geburt100 €21.600 €rund 35.000 €
ab 10 Jahren100 €9.600 €rund 11.800 €

Bei gleicher Rate bringt der frühe Start dreimal so viel. Das liegt nicht nur an den zusätzlichen Einzahlungen, sondern daran, dass das Geld aus den ersten Jahren besonders lange wächst. 35.000 Euro decken rund 70 Prozent eines durchschnittlichen Studiums oder etwa drei Jahre Unterhalt nach der Düsseldorfer Tabelle.

Wenn 100 Euro gerade nicht gehen, fang mit dem an, was geht. Auch 25 Euro ab Geburt sind mehr, als viele mit 18 haben.

Wo: ETF statt Sparbuch

Für einen Zeitraum von 18 Jahren ist ein breit gestreuter, günstiger Aktien-ETF die naheliegende Wahl. Ein Sparbuch oder Tagesgeld bringt über so lange Zeit meist weniger als die Inflation. Wird das Geld in wenigen Jahren gebraucht, etwa ab dem 15. Geburtstag, kann es sinnvoll sein, einen Teil nach und nach in sicherere Anlagen umzuschichten, damit ein Kurseinbruch kurz vor dem Studium nicht alles durcheinanderbringt.

Auf wessen Namen: deiner oder der des Kindes?

Depot auf deinen NamenDepot auf den Namen des Kindes
Wem gehört das Geld?dirdem Kind, unwiderruflich
Wer entscheidet mit 18?dudas Kind allein
Steuerndein Sparerpauschbetrageigener Sparerpauschbetrag und Grundfreibetrag des Kindes
BAföGzählt nicht als Vermögen des Kindeskann oberhalb eines Freibetrags angerechnet werden

Die Livito-Methode empfiehlt das Depot auf den Namen der Eltern. So entscheidest du, wofür das Geld eingesetzt wird, und kannst reagieren, wenn es anders kommt als gedacht: ein Kind, das früh arbeitet, ein zweites Kind, eine Notlage. Ein Kinderdepot kann steuerlich günstiger sein, bindet dich aber: Was darin liegt, gehört ab dem ersten Euro dem Kind, und mit 18 verfügt es frei darüber.

So sieht es die Livito-Methode

100 Euro im Monat ab Geburt, automatisch, in einen breiten ETF auf deinen eigenen Namen. Das ist das erste von zwei Depots für dein Kind. Das zweite ist die Frühstart-Rente vom Staat, die ausschließlich für den Ruhestand gedacht ist. Kindervorsorge läuft in der Livito-Methode parallel zur eigenen Altersvorsorge, nicht anstelle davon.

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Der nächste Schritt

Ab 2027 legt auch der Staat etwas für dein Kind zurück, allerdings nur für den Ruhestand. Wie die Frühstart-Rente funktioniert, liest du hier.

Frühstart-Rente: 10 Euro im Monat vom Staat für dein Kind

Häufige Fragen

Quellen

  • Bürgerliches Gesetzbuch, § 1610 Abs. 2 (Unterhalt für eine angemessene Ausbildung)
  • Düsseldorfer Tabelle, Stand 1. Januar 2026

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