Zinseszins
Stand: 28. September 2026
Zinseszins bedeutet, dass du Zinsen nicht nur auf dein eingezahltes Geld bekommst, sondern auch auf die Zinsen, die bereits dazugekommen sind. Dadurch wächst Geld mit der Zeit immer schneller. Der wichtigste Faktor ist die Dauer.
Legst du 100 Euro zu 10 Prozent an, hast du nach einem Jahr 110 Euro. Im zweiten Jahr bekommst du 10 Prozent auf 110 Euro, also 11 Euro. Der zusätzliche Euro ist der Zinseszins: Zins auf den Zins des Vorjahres.
In den ersten Jahren ist dieser Effekt kaum sichtbar. Über Jahrzehnte wird er zum größten Teil des Vermögens. Bei einem Sparplan von 100 Euro im Monat und 5 Prozent Rendite im Jahr ist der Zinseszins nach 30 Jahren größer als alle eigenen Einzahlungen zusammen.
Bei Aktien und ETFs gibt es keine festen Zinsen. Kursgewinne und wieder angelegte Ausschüttungen wachsen aber genauso weiter mit. Man spricht dann vom Zinseszinseffekt.
Der Zinseszins wirkt übrigens auch umgekehrt: Bei Schulden, die nicht getilgt werden, fallen Zinsen auf Zinsen an.
Verwandte Begriffe: ETF, 4-Prozent-Regel
Mehr dazu im Magazin
- Finanzielle Gelassenheit: warum Struktur wichtiger ist als EinkommenFür jede Stufe
- Zinseszins einfach erklärt: Formel, Beispiel und Excel
- Zinseszins einfach erklärt: Formel, Beispiel und ExcelZinseszins heißt: Du bekommst nicht nur Zinsen auf dein Geld, sondern auch auf die Zinsen, die du schon bekommen hast. Aus 100 Euro im Monat werden bei 5 Prozent in 30 Jahren rund 83.000 Euro, obwohl du nur 36.000 Euro einzahlst. Der wichtigste Faktor ist dabei nicht der Betrag, sondern die Zeit.