4-Prozent-Regel

Stand: 28. September 2026

Die 4-Prozent-Regel ist eine Faustregel für den Ruhestand. Sie besagt: Wer im ersten Jahr 4 Prozent seines Vermögens entnimmt und den Betrag danach jährlich an die Inflation anpasst, hatte in der Vergangenheit gute Chancen, dass das Geld mindestens 30 Jahre reicht. Eine Garantie ist sie nicht.

Die Regel geht auf den US-Finanzplaner William Bengen zurück, der 1994 historische Marktdaten auswertete. Die sogenannte Trinity-Studie von 1998 kam mit einem gemischten Depot aus Aktien und Anleihen zu ähnlichen Ergebnissen.

Ein Beispiel: Aus 300.000 Euro Vermögen entnimmst du im ersten Ruhestandsjahr 12.000 Euro, also 1.000 Euro im Monat. In den Folgejahren erhöhst du den Betrag um die Inflation, unabhängig davon, wie sich die Börse entwickelt.

Die Grenzen der Regel:

  • Vergangenheit ist keine Garantie. Die Studien beruhen vor allem auf US-Daten.
  • Der Zeitraum ist begrenzt. Untersucht wurden meist 30 Jahre. Wer früher in den Ruhestand geht, braucht eine vorsichtigere Quote.
  • Steuern und Kosten sind nicht berücksichtigt.

Verwandte Begriffe: ETF, Zinseszins

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