Dispo (Dispositionskredit)
Stand: 28. September 2026
Der Dispo, kurz für Dispositionskredit, ist ein Kreditrahmen auf dem Girokonto. Du kannst damit bis zu einer vereinbarten Grenze ins Minus gehen, ohne einen Kredit beantragen zu müssen. Dafür verlangt die Bank Zinsen, die meist deutlich höher liegen als bei einem Ratenkredit.
Die Bank räumt dir beim Girokonto einen Rahmen ein, zum Beispiel 2.000 Euro. Bis zu diesem Betrag darfst du dein Konto überziehen. Zinsen zahlst du nur auf den Betrag, den du tatsächlich nutzt, und nur so lange, wie du im Minus bist.
Genau das macht den Dispo bequem und gefährlich zugleich. Es gibt keine feste Rate und kein Enddatum. Viele Menschen leben deshalb jahrelang im Minus, ohne es als Schuld wahrzunehmen. Die Zinsen gehören dabei zu den höchsten, die Banken für Verbraucherkredite verlangen. Wird der Rahmen überschritten, fallen für die sogenannte geduldete Überziehung oft noch höhere Zinsen an.
Wie hoch dein Dispozins ist, steht in deinem Kontoauszug oder im Preisverzeichnis deiner Bank.
Verwandte Begriffe: Schneeballmethode, Notgroschen
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- Erst Schulden tilgen oder erst sparen?Beides, aber in einer festen Reihenfolge. Zuerst legst du 1.500 Euro als Notgroschen zurück, dann tilgst du alle Schulden, erst danach folgen Puffer und Altersvorsorge. Der kleine Notgroschen vorab verhindert, dass dich die nächste Reparatur direkt zurück in den Dispo schickt.
- Schneeball oder Lawine: in welcher Reihenfolge Schulden tilgen?Tilge zuerst die Schuld mit der kleinsten Restsumme, unabhängig vom Zins. Das ist die Schneeballmethode. Mathematisch wäre es etwas günstiger, zuerst die teuerste Schuld zu tilgen, doch Studien zeigen: Wer schnell erste Schulden abhakt, bleibt eher dran und wird öfter tatsächlich schuldenfrei.