Der Notgroschen: 1.500 Euro, die alles leichter machen
Stand: 28. September 2026
Kurz gesagt
Der Notgroschen ist Geld für unerwartete, nötige Ausgaben, damit du dafür keine Schulden machen musst. Die Livito-Methode startet mit 1.500 Euro auf einem eigenen Tagesgeldkonto. Das ist Stufe 1 und die Grundlage für alles, was danach kommt.
Wo stehst du? Stufe 1: Notgroschen
Die Waschmaschine gibt auf, das Auto braucht neue Bremsen, eine Rechnung kommt, mit der niemand gerechnet hat. Solche Momente gehören zum Leben. Ob sie Stress auslösen oder nur ärgerlich sind, hängt fast immer an einer Frage: Ist Geld dafür da?
Der Notgroschen beantwortet diese Frage mit Ja. Deshalb steht er in der Livito-Methode ganz am Anfang, noch vor dem Schuldenabbau und lange vor jeder Geldanlage.
Was ein Notgroschen ist
Ein Notgroschen ist eine kleine, feste Rücklage für Ausgaben, die unerwartet kommen, nicht verschoben werden können und nötig sind. Er ist kein Sparziel für den Urlaub und keine Geldanlage. Er ist Schutz: gegen den Dispo, gegen Ratenkäufe aus der Not heraus und gegen das Gefühl, jeder kleine Zwischenfall könnte alles durcheinanderbringen.
Wie hoch: 1.500 Euro
Viele Ratgeber nennen drei bis sechs Monatsgehälter. Für viele Menschen ist das so weit weg, dass sie gar nicht erst anfangen. Die Livito-Methode setzt deshalb einen ersten, erreichbaren Betrag: 1.500 Euro. Das reicht für die meisten typischen Notfälle und ist auch mit kleinem Einkommen in überschaubarer Zeit zu schaffen.
Die große Rücklage kommt trotzdem, nur später: als Puffer von mindestens vier Monatsausgaben, sobald keine Schulden mehr laufen. Warum zwei Schritte besser funktionieren als einer, steht in Wie hoch sollte der Notgroschen sein?
Wo der Notgroschen liegt
Auf einem eigenen Tagesgeldkonto, getrennt vom Girokonto. So ist das Geld jederzeit verfügbar, aber im Alltag nicht sichtbar. Ein Depot ist dafür nicht geeignet, weil Kurse genau dann fallen können, wenn du das Geld brauchst.
So kommst du hin
- Automatisch: Ein Dauerauftrag direkt nach Gehaltseingang schlägt jeden guten Vorsatz.
- Klein anfangen: Auch 20 oder 50 Euro im Monat bringen dich ans Ziel. Wichtig ist, dass es läuft.
- Einmalzahlungen nutzen: Steuererstattung, Weihnachtsgeld oder ein Verkauf auf dem Flohmarkt können den Weg deutlich abkürzen.
- Wieder auffüllen: Nutzt du den Notgroschen, hat das Auffüllen Vorrang vor allen anderen Zielen.
Und wenn Schulden da sind?
Dann kommt der Notgroschen trotzdem zuerst. Das wirkt auf den ersten Blick unlogisch, weil der Dispo mehr Zinsen kostet, als das Tagesgeld bringt. Aber ohne Rücklage führt jede Reparatur direkt zurück in den Dispo, und der Schuldenabbau beginnt von vorn. Die ganze Begründung steht in Erst Schulden tilgen oder erst sparen?
So sieht es die Livito-Methode
Der Notgroschen ist klein, aber er verändert viel. Mit 1.500 Euro auf dem Tagesgeld wird aus einem Notfall ein Ärgernis. Und du erlebst zum ersten Mal, dass ein Plan funktioniert. Genau dieses Gefühl trägt dich durch die nächsten Stufen.
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Der nächste Schritt
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