Wie viel sollte ich für die Rente sparen?

Stand: 28. September 2026

Kurz gesagt

Die Livito-Methode empfiehlt mindestens 12 Prozent deines Nettoeinkommens. Bei 1.958 Euro netto sind das 235 Euro im Monat, aus denen mit Förderung und Zinseszins im Modell nach 30 Jahren rund 223.000 Euro werden können. Wer zehn Jahre früher anfängt, kommt bei gleicher Sparrate fast auf das Doppelte.

Wo stehst du? Stufe 4: Altersvorsorge

Die ehrliche Antwort auf diese Frage hängt von vielen Dingen ab: deinem Einkommen, deiner späteren gesetzlichen Rente, deinen Wünschen für den Ruhestand. Genau deshalb schieben so viele Menschen die Entscheidung auf. Die Livito-Methode setzt eine klare Zahl dagegen, mit der du heute anfangen kannst.

Die 12-Prozent-Regel

Lege mindestens 12 Prozent deines Nettoeinkommens für den Ruhestand zurück. Das ist genug, um über die Jahre ein spürbares Polster neben der gesetzlichen Rente aufzubauen, und wenig genug, um den Alltag nicht zu überfordern.

Netto im Monat12 Prozent im Monat
1.500 €180 €
1.958 €235 €
2.500 €300 €

Steigt dein Einkommen, rechnest du die 12 Prozent neu. So wächst deine Altersvorsorge automatisch mit, ohne dass du jedes Mal eine neue Strategie brauchst.

Was daraus werden kann

Die 12 Prozent verteilen sich in der Livito-Methode auf drei Töpfe: betriebliche Altersvorsorge, Altersvorsorgedepot und freie ETFs. Mit Arbeitgeberzuschuss, staatlicher Zulage und einer Modellannahme von 5 Prozent Rendite pro Jahr ergibt das nach 30 Jahren:

Netto im MonatEigene EinzahlungenArbeitgeber und StaatModellvermögen nach 30 Jahren
1.500 €64.800 €11.340 €172.500 €
1.958 €84.600 €13.980 €223.300 €
2.500 €108.000 €17.100 €283.400 €

Mehr als die Hälfte stammt nicht aus deiner Tasche, sondern aus Förderung und Zinseszins. Das ist keine Prognose, sondern eine Modellrechnung.

Früh anfangen zählt mehr als viel sparen

Die Rechnung oben geht von 30 Jahren aus, also etwa einem Start mit 37 bei Rente mit 67. Was passiert, wenn du zehn Jahre früher beginnst?

Netto im MonatNach 30 JahrenNach 40 JahrenUnterschied
1.500 €172.500 €313.600 €141.100 €
1.958 €223.300 €406.000 €182.700 €
2.500 €283.400 €515.300 €231.900 €

Beim mittleren Einkommen verdoppelt sich das Modellvermögen fast, obwohl die monatliche Sparrate gleich bleibt. Nur rund 32.800 Euro des Unterschieds sind zusätzliche Einzahlungen. Den Rest erledigt die Zeit: Das Geld aus den frühen Jahren arbeitet noch einmal Jahrzehnte weiter. Warum das so ist, erklärt Zinseszins einfach erklärt.

Das soll niemanden entmutigen, der später beginnt. Auch 20 Jahre sind ein langer Zeitraum. Wichtig ist nur, dass du anfängst.

Wenn 12 Prozent gerade nicht gehen

Dann fang mit dem an, was geht, und erhöhe bei jeder Gehaltserhöhung. Die Verhaltensökonomen Richard Thaler und Shlomo Benartzi haben mit ihrem Programm „Save More Tomorrow“ gezeigt, dass Menschen deutlich mehr sparen, wenn sie sich vorab verpflichten, künftige Gehaltserhöhungen teilweise in die Vorsorge zu lenken. Der Verzicht fühlt sich dann nicht wie Verzicht an.

Zwei Dinge helfen zusätzlich. Der Eigenanteil zur betrieblichen Altersvorsorge geht vom Brutto ab, dein Netto sinkt also weniger als rechnerisch angesetzt. Und bei kleinen Beiträgen ist die staatliche Förderung im Altersvorsorgedepot besonders hoch, auf die ersten 30 Euro im Monat legt der Staat 50 Prozent drauf.

Bevor du anfängst

Langfristig investiertes Geld braucht einen Puffer davor. Wer ohne Rücklagen investiert, muss im Notfall womöglich genau dann verkaufen, wenn die Kurse unten sind. Die Livito-Methode setzt deshalb vor die Altersvorsorge einen Puffer von mindestens vier Monatsausgaben. Mehr dazu in Wie viel Rücklagen sollte man haben?

So sieht es die Livito-Methode

12 Prozent vom Netto, automatisch und kurz nach Gehaltseingang, aufgeteilt nach der 4/4/4-Regel auf betriebliche Altersvorsorge, Altersvorsorgedepot und freie ETFs. Gelassenheit entsteht nicht durch die perfekte Zahl, sondern durch ein System, das läuft, während du an anderes denkst.

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So rechnest du das für deine eigenen Zahlen durch.

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Der nächste Schritt

Die 12 Prozent verteilen sich auf drei Bausteine. Der erste ist die betriebliche Altersvorsorge, bei der dein Arbeitgeber mitzahlt.

Betriebliche Altersvorsorge: lohnt sich das?

Häufige Fragen

Quellen

  • Statistisches Bundesamt (Destatis), EU-SILC 2025: Nettoeinkommen privater Haushalte
  • Richard H. Thaler, Shlomo Benartzi: Save More Tomorrow, Journal of Political Economy, 2004

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